Swiss Golf Forum 2017: Gesundheit bis Greenfees

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Olympiasiegerin Dominique Gisin eröffnete das diesjährige Swiss Golf Forum in Bern mit einer eindrücklichen Präsentation ihrer „verrückten Karriere“. Danach ging es unter anderem um Gesundheit, aber auch um flexible Greenfee-Preise.

Mit 14 hatte sie zum ersten Mal einen Kreuzbandriss, danach folgten eine Unzahl von weiteren Verletzungen. Während Lindsey Vonn zwischen 15 und 18 Jahren genau 113 offizielle Rennen bestritten hatte, waren es bei Dominique Gisin in dieser wichtigen Zeit gerade mal zwei Rennen. Unter anderem dank Psychologe und Mentalcoach Christian Marcolli schaffte es Gisin trotz diesem riesigen Startnachteil ganz an die Weltspitze. Der Olympiasieg in Sotchi 2014 war der Höhepunkt der „verrückten Karriere“, wie die gebürtige Bündnerin am Golfforum in Bern ausführte.
Die eindrückliche und emotionale Präsentation war der gelungene Auftakt zum dritten Anlass, der gemeinsam von der ASG, der ASGI und der ASG Golfcard Migros organisiert worden war.
Der erste Tag stand im Zeichen des Megathemas Gesundheit. Unter anderem sprach Doktor Kerstin Warnke über die Bewegung als beste Prävention für die weitverbreiteten Herz-Kreislauf-Erkrankungen. PGA-Pro Markus Rath referierte über Golf&Fitness als Geschäftsmöglichkeit für die Schweizer Golfclubs. Der Amerikaner Bruce Charlton plädierte als Golfplatz-Architekt für einfachere Plätze, „damit die Leute wieder mehr Spass haben und entsprechend auch häufiger spielten.“ „Make Golf more fun“, lautet sein Motto. Seine Erfahrung: „Je schneller die Grüns, desto langsamer wird das Spiel und die meisten Golfer beklagen sich über zu lange Rundenzeiten.“ Die Verantwortlichen von Genf und Engelberg präsentierten ihre grossen Umbauprojekte, mit denen die Plätze für die Zukunft „fit“ gemacht werden.
Am zweiten Tag ging es ganz konkret um Greenfee-Preise und das sogenannte „Yield Management“. Als erster Golfclub der Schweiz setzt Crans-sur-Sierre voll auf flexible Greenfees. Der Grundpreis wurde um rund 30 Prozent gesenkt, je nach Zeit und Auslastung variieren die Greenfees zwischen 50 und 100 Franken. „Das hat uns zusätzliche 1800 Greenfees gebracht, so stieg der Umsatz trotz der Preisreduktion“, fasst Manager Pascal Spalen die ersten Erfahrungen mit dem neuen System zusammen. Für den touristisch ausgerichteten Club sei das neue Preismodell „viel Aufwand, aber ein voller Erfolg.“
 
Hier die Vorträge im Detail 
 
Präsentation von Kerstin Warnke: Arzt als Partner der Clubs

Präsentation von Jean-Jacques Rivet: Biomechanik 
 
Präsentation von François Lautens: Renovation von Golf Club de Genève
 
Präsentation von Manfred Tautscher: Zielgruppen Sinus Milieus

Präsentation von Markus Rath: Golf Fitness

Präsentation von Erich Steiner: Nachhaltige Golfplätze
 

Swiss Golf Forum Bern - 2017